Schätzungen zufolge werden mithilfe von Powerpoint täglich rund 30 Millionen Präsentationen weltweit zusammengeschustert. Und was bekommen die armen Zuseher dann oft geboten? Überfrachtete Folien, grelle Überblendeffekte, Bulletpoint-Orgien, 200-Seiten-Daumenkinos, Copy-and-paste-Katastrophen, Phrasendreschflegel.
Bevor auch Sie Vernebelung, Langeweile und Augenkrebs riskieren – hier die 10 ultimativen Präsentationstipps:
1. Anfang & Ende:
Beginnen Sie mit einem Knall, einer Anekdote oder einer Pause! Die meisten Zuhörer merken sich nur den Auftakt und die Schlusspointe eines Vortrages. Konzentrieren Sie sich bei der Präsentation immer auf das Wesentliche. Der Schluss bleibt fast immer haften und braucht etwas Inspirierendes.
2. Design:
KISS – keep it short and simple!
Die Aufmerksamkeit des Publikums ist begrenzt. Je mehr Informationen eine Folie enthält, desto mehr verschwimmt die Kernaussage. Deshalb: Text möglichst prägnant, klare Gliederung, ruhige Gesamtoptik. Die Präsentation soll schließlich den Vortrag visualisieren und unterstützen – nicht ersetzen!
3. Folien:
Zuseher wollen bei Präsentationen erstens beeindruckt, zweitens unterhalten, drittens angeregt und erst an vierter Stelle informiert werden. Nach diesem Prinzip sollten Sie auch Ihre Folien aufbauen. Zur Information: Power Point ist nicht das einzige Präsentationsprogramm und sicher nicht das Beste!
4. Blickkontakt:
Halten Sie immer Blickkontakt zu ihrem Publikum. Jederzeit. Wer überzeugen will, muss mindestens 90 Prozent der Redezeit Augenkontakt zum Publikum halten.
5. Grafiken
Starre Grafiken werden nur selten erinnert. Der Grund: Sie sind leblos. Beim Betrachter lösen sie weder Bilder im Kopf noch Emotionen aus. Überzeugungskraft entfalten Grafiken vor allem, wenn diese animiert werden.
6. Probe:
Bereiten Sie sich gewissenhaft vor und proben Sie ihre Präsentation unter Einsatz aller technischen Hilfsmittel, am besten vor Publikum in ihrer Firma. Wenn der Vortrag sitzt kann man sich leichter auf Körperhaltung, Gestik und Sprache konzentrieren.
7. Leinwand
Nicht die Folien spielen die Hauptrolle, sondern Sie. Entsprechend sollten Sie sich beim Vortrag positionieren. Die Mitte der Bühne ist Ihr Ort. Wenn möglich, ist die Leinwand links und/oder rechts von Ihnen.
8. Monitor
Denken Sie daran, vor dem Vortrag Ihren Bildschirmschoner zu deaktivieren sowie ein paar Verlängerungskabel für den VGA-Ausgang mitzunehmen. Nutzen Sie die Moderationsfunktionen ihres Präsentationsprogramms.
9. Interaktion
Wie sehr Sie Ihr Publikum fesseln, hängt auch davon ab, wie sehr Sie es bei Ihrem Vortrag einbeziehen. Dies funktioniert am besten indem Sie Fragen stellen und Fragen des Publikums zulassen, um dann auf diese einzugehen.
10. Stil
Entwickeln Sie, unter Berücksichtigung der oben genannten Regeln, ihren eigenen Präsentationsstil. So heben Sie sich am besten von der Masse ab.
„K I S S“ ist auch das Prinzip von Dick Hardt, der einen einzigartigen Vortragsstil entwickelt hat. Jeder Satz, jedes Stichwort bekommt bei ihm eine eigene Folie. Ein 15-minütiger Vortrag bringt es so auf ca. 250 Folien und bleibt dennoch informativ, einprägsam und amüsant. Wie das geht?
Sehen Sie selbst:
Falls Sie bei der Erstellung oder Umsetzung ihrer Präsentation Unterstützung brauchen, rufen Sie uns an. Sie und ihre Kunden werden sich wundern.
Mit den besten Grüßen
Herwig Huber


