Was macht BRENT!

Event-Blacklist 7 Teil I

Veranstaltungen sind etwas Besonderes – für ihre Kundenbeziehungen, für Ihr Geschäft und für Ihre Markenbotschaften. Diese seltenen Aktionen machen das Salz in der Marketingsuppe aus - gerade als lebendiges und erlebbares Gegenstück zu Facebook und Co.

Wieso machen wir denn alle so gerne mal eine Veranstaltung?
Sowohl interne als auch externe Events wollen zunächst einmal Menschen zusammen bringen. Bei dieser Gelegenheit möchten wir als Gastgeber natürlich auch ein wenig von uns und unseren Produkten berichten. Eine Veranstaltung hat ein klares Ziel: nach einem Event soll die Einstellung der Gäste ein klein wenig verändert sein – in ihrer Haltung zum Unternehmen oder in ihrer Zuneigung zu einem Produkt.
Aber nicht vielen gelingt das wirklich. Ein Branchenkenner empfiehlt sogar, dass 70 Prozent aller Veranstaltungen sein gelassen werden sollten, weil sie die Welt nicht braucht. Mit den 30 Prozent potenziell interessanten sollte man sich mehr Mühe geben.
Woran das liegt? Wahrscheinlich an einem (oder mehreren) der folgenden 7 Erfolgskiller. Denn die schaffen zum Teil das krasse Gegenteil – gelangweilte Gäste und einen schlechteren Ruf als vorher...

1. Ihr roter Faden war nie da oder ist Ihnen entglitten.
Ihre Veranstaltung hat keinen klaren Aufhänger. Häufig sieht man den Veranstaltungen schnell an, dass sich die Verantwortlichen davor nicht ausreichend Gedanken gemacht haben, was sie eigentlich mit der Veranstaltung erreichen wollen. Doch wie schon Seneca sagte: wer den Hafen nicht kennt, für den ist kein Wind günstig.
Also einfach im Vorfeld klar und konkret festlegen, welche Ziele anvisiert werden. Nicht nur, dass die Gäste Spaß haben sollen und das Produkt xy präsentiert wird. Überlegen Sie ganz genau: die Gäste sollen zum Beispiel danach wissen, dass der neue Geländewagen beste Offroadeigenschaften hat und trotzdem ein bequemes Alltagsauto ist. Mehr als zwei bis drei Zielparameter verwässern schnell den Fokus.

2. Ihre Einladung zieht nicht wirklich (an).
Viele Veranstaltungen scheitern bereits an einer unkreativen, verspäteten und grafisch nicht ansprechenden Einladung. Egal, ob diese schriftlich verschickt, am schwarzen Brett ausgehängt oder persönlich ausgehändigt wird – die Veranstaltung beginnt bereits mit diesem ersten Kontakt. Da wurde gleich an der ersten Abzweigung falsch abgebogen.
Dabei bieten sich häufig tolle Ideen an, wie Sie eigene Produkte oder Kommunikationsmittel umgestalten können. So haben wir bei einer großen Molkerei einfach eine Milchtüte bedruckt oder mit einer Posterserie die Spannung im Vorfeld langsam aufgebaut.
In aller Kürze: sprechen Sie den Empfänger direkt an, vermeiden Sie lange und komplizierte Sätze, schreiben Sie möglichst oft "Sie", "Ihnen" oder "Ihr" und nicht nur "Ich", "Wir", "Unser" und sagen Sie klar, was der Leser als Nächstes tun soll (Anrufen, anmelden, zurück faxen).

3. Sie haben eine schwierige Location gewählt.
Wie schon in einem früheren Newsletter thematisiert (http://brandentertainment.de/brandneues-ausgabe-05.html) ist es Ihre Aufgabe, die Gäste in eine Themenwelt zu entführen. Dies gelingt natürlich nur, wenn der äußere Rahmen dafür geeignet ist. Der Tod für eine entspannte Atmosphäre und Gemütlichkeit ist die Weite des Raums. Leere Stuhlreihen, Lichtjahre zwischen den Stehtischen und viele kleine Verweilecken pulverisieren die Stimmung in Sekunden.
Deshalb meine 3 Eventtipps:
- Gehen Sie kreativ an die Locationsuche: vielleicht ist die benachbarte Gärtnerei passend oder Ihre Montagehalle hat Potenzial für einen gelungen Themenabend (die Wiege der Produktion).
- Mut zu wenig Platz: unter aller Berücksichtigung von sicherheitsrelevanten Aspekten empfehle ich Ihnen, lieber zu eng als zu weitläufig zu planen. Oftmals lassen sich mit verschiebbaren Trennwänden die Größe individuell erweitern.
- Denken Sie groß und detailverliebt: Sie haben alles richtig gemacht, wenn der Chef sagt: "Das lassen wir jetzt für immer und machen eine Veranstaltungslocation auf." Mit Klein-Klein kommt man in großen Räumen nicht weit. Spannsegel, große Dekoelemente und gutes Mobiliar sind nur drei Wege, um einen (T)Raum zu gestalten.

4. Ihr Bühnenprogramm lahmt und lähmt
Da trennt sich dann schnell die Spreu vom Weizen. Es gibt gerade in der Riege der Caterer, Werbeagenturen, Technikdienstleister und allen anderen fachfremden Eventberufenen ganz wenige, die auch die Disziplin des dramaturgischen Bühnenablaufs beherrschen. Das mag jetzt hoch gestochen klingen. Aber kennen wir nicht alle zähe Ansprachen, langweilige Vorträge und holprige Bühnenabläufe, die zum Fremdschämen einladen.
Die Vermeidung von zu vielen und zu langen Ansprachen hat oberste Priorität, auch wenn es schwer fällt, seinem Chef zu sagen, dass sein Vortrag maximal für Bullshit-Bingo taugt.
Meine Eventtipps an dieser Stelle:
Musik in Form von Aufgangs- und Abgangseinspielern oder Musikbetten sorgen für eine leichtere Grundstimmung. Außerdem hilft ein straffer Ablaufplan mit einem Stagemanager für ein kurzweiliges Programm. Interaktion ist auch beim Bühnenprogramm Trumpf – je intensiver Sie die Gäste mit einbeziehen, desto stärker ist Ihre Erinnerung.
Und zuletzt – ohne technische Probe und Durchlaufprobe bitte kein Bühneprogramm – das machen die Profis so und gilt für alle Nicht-Profis umso mehr.

Sie haben die ersten vier der sieben Erfolgskiller jetzt kennengelernt. Und vielleicht haben Sie auch schon die eine oder andere Ursache für eine weniger gelungene Aktion entdeckt. Eine gute Grundlage für die nächste Veranstaltung. Weiter zu Teil II.

Für alle, die mehr wissen wollen, freue ich mich auf Rückfragen unter
0821-34999248 oder per Mail an pflueger@brandentertainment.de

Jetzt wünsche ich Ihnen erst einmal viel Spaß beim Optimieren!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Markus Pflüger

PS: Klicken Sie einfach auf BRENT in Facebook rein und
diskutieren über die Event-Erfolgskiller.

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